Neustift an der Lafnitz

 

IMG_1049 - KopieDie Marktgemeinde Neustift a.d.Lafnitz liegt im Südburgenland, Bezirk Oberwart und gehört zur Pfarre Grafenschachen.

Wie zahlreiche Regionen an der Lafnitz dürfte auch die Gegend um Neustift/Lafnitz bereits von Kelten und Römern besiedelt gewesen sein.

Erstmals urkundlich wird Neustift  1471 als „Newsyder“ erwähnt.

Dieser Erwähnung war eine Besiedelung des Ortes auf Veranlassung des Chorherrenstiftes Vorau vorausgegangen. Die anschließend selbstständige Gemeinde gehörte bis Ende des 16. Jh. zum Gerichtsbezirk Thalberg. Bis dahin dürfte Neustift pfarrlich vom Chorherrenstift  Vorau mit betreut worden sein.

Im 17. Jh. wurde Neustift der Herrschaft Pinkafeld angegliedert und blieb bis zu den Revolutionsjahren 1848/49 im Besitz der Batthyanays.

 Neustift/Lafnitz war bis 1970 eine selbständige Gemeinde und wurde im Zuge der Gem

eindezusammenlegungen mit Grafenschachen und Kroisegg zur Großgemeinde Grafenschachen vereinigt.

Erst 1990 wird Neustift/Lafnitz von der Großgemeinde Grafenschachen getrennt und als neue/alte eigenständige Gemeinde errichtet. Der Ort liegt an der steirischen Grenze wobei die Lafnitz die burgenländisch-steirische Grenze bildet.

Neustift/Lafnitz ist ein weit verstreuter  Ort und wird aus den sogenannten Weilern (Siedlungen) wie – Dorf, Kogel, Schwaben –  gebildet.

Das Dorfbild wird von der alten Kapelle, dem Kriegerdenkmal, den Neubau der Kapelle und den Badesee, sowie einer neuerbauten Volksschule mit Kindergarten geprägt.

1903 erhielt Neustift einen eigenen Friedhof und 1984 wurde am Friedhof eine Aufbahrungshalle errichtet.

Im Jahre 1674 wird Neustift/Lafnitz als Filiale der röm.kath.Pfarre Kitzladen erwähnt. Zur Pfarre Kitzladen gehörten die Filialen Grafenschachen, Buchschachen, Loipersdorf und Neustift/Lafnitz, betreut wurden sie vom Zisterzienserpater Cuno Fogt aus Trier.

1790 wurde Grafenschachen als Pfarre neu errichtet, dabei werden Neustift/Lafnitz und Kroisegg  als Filialen eingegliedert.

Die Entstehung der Kapelle geht auf das Jahr 1804 zurück. Die Kreuzkapelle ist ein kleiner Rechteckbau mit Halbkreisapsis und Dachreiterähnlichem offenen Glockenstuhl und ist dem Hl.Kreuz geweiht. Das Altarbild zeigt ein Kreuzigungsbild und dürfte das alte Altarbild sein, das aus der Mutterkirche  Grafenschachen um ca.1700 stammt.

Da die Kapelle bereits sehr baufällig ist, hat sich die Gemeinde Neustift/Lafnitz entschlossen eine neue Kapelle zu bauen. Ein Grundstück wurde angekauft und der Rohbau bereits errichtet.

Das Kirchweihfest wird am Sonntag, der dem Feste Kreuzerhöhung (14.September) folgt, gefeiert.

Wegkreuze und Marterl bestimmen auch das Ortsbild von Neustift/L.

 Ein Marterl steht hoch über Neustift/L das „Höhkreuz“. Von hier hat man einen wunderschönen Rundblick zum Wechselmassiv hinab ins weite Lafnitztal mit den Orten Rohrbach, Lafnitz, den Lafnitzauen, St. Ilgner Kirche bis hinüber zum Masenberg u. Ringkogel bei Hartberg. Auf der anderen Seite der Blick ins Burgenland vom Bernsteiner Hügelland bis zum Geschriebenstein. Hier auf dem Höhkreuz soll der Österreichische Feldherr Heister gestanden haben, als er seine Truppen gegen die Kuruzzen befehligte. Der Kampf soll im Gebiet der heutigen St. Ilgen – Kirche  stattgefunden haben.

Ein Bildstock befindet sich im Anger Schwaben vor dem Haus Kernbichler Nr. 27 und zeigt das Bild (Pietá) der Muttergottes mit dem Leichnam Jesu unter dem Kreuz.

Im Anger Kogel wurde ein herrliches schmiedeeisernes Kreuz  an Stelle eines alten morsches Holzkreuz errichtet. Dieses wurde von Hr. Jeitler Bernhard kunstvoll angefertigt und im Jahr 1990 eingeweiht.

 

Materl und Kreuze in Neustift an der Lafnitz