Grafenschachen

Geschichte von Grafenschachen

Die erste urkundliche Aufzeichnung von Grafenschachen stammt aus dem Jahre 1358 .

In mehreren Urkunden wird die Gemeinde in verschiedenen Schreibarten genannt.

1358 als Groffensach, 1393 Grofansah, 1425 Groffenschachen, u.1475 als Groffunsach.

Aus allen Aufzeichnungen geht hervor , dass Grafenschachen („Groffensach“ – gräflicher Wald) eine deutsche Gründung ist.

 

Von 1358 – 1393 gehörte der Ort der adeligen Familie Tulay, hernach der adeleigen Familie de Laak.

1425 bestätigte König Sigismund den Besitz.

1458 kaufte der Burgherr von Schlaining, auch Grafenschachen 

 

Aus dem Jahre 1532 stammt ein wertvolles Urbar-Register in dem die Ansässigkeit von 8 Bauern ausgewiesen wird.

 

Die kirchliche Entwicklung

1569 gehörte Grafenschachen sowie Riedlingsdorf, Wiesfleck, Schreibersdorf und Sinnersdorf zur Pfarre Pinkafeld.

1570 – 1580 wurden sämtliche Pfarren  der Herrschaft Bernstein. Unter dem Geschlecht der Königsberger – „ protestantisch“ .

1632 werden die katholischen Pfarren wiederhergestellt und Grafenschachen scheint  nicht mehr als Filiale der Pfarre Pinkafeld auf.

Ab diesen Zeitpunkt dürfte Grafenschachen bereits zur Pfarre Kitzladen gehören.

 

Die kirchlichen Visitationsprotokolle werfen etwas Licht auf die pfarrliche Entwicklung von Grafenschachen, das bis zur Reformationszeit zu Pinkafeld gehörte.

1674 wird Grafenschachen erstmals mit Neustift a.d.Lafnitz als Filiale der Pfarre Kitzladen erwähnt.

Der Zisterzienserpater Cuno Fogt. der aus Trier stammte, wirkte in Kitzladen und betreute die Pfarre Kitzladen mit den Filialen Grafenschachen, Buchschachen,Neustift a.d.Lafnitz und Loipersdorf.

Kroisegg und Unterwaldbauern gehörten zu dieser Zeit zur Pfarre Pinkafeld.

 

Ab dem Jahre 1780 hatte Grafenschachen bereits eine eigene Matrikenführung und wurde als Lokalseelsorge mit eigenem Kaplan geführt.

 

1790 wurde die Pfarre Grafenschachen mit den Filialen Kroisegg und Neustift a.d.L. und den Ortsried Unterwaldbauern als Pfarre errichtet.

1808 wurde dann die Lokalseelsorge Grafenschachen zur selbständigen Pfarre erhoben und endgültig von Kitzladen abgetrennt.

 

Pfarrhof

Der Pfarrhof wurde in den Jahren 1790 – 1793 als mächtiger Bau mit dicken Mauern und angeschlossenen Wirtschaftsgebäude mit Stallungen erbaut.

Zum Zeitpunkt der Errichtung des ersten Pfarrhofes war P.Raymund Fodor Lokalkaplan ( 1790 – 1806 ) in Grafenschachen.

 

Im Jahr 1953 wurde der alte desolate  Pfarrhof abgerissen und unter dem damaligen Pfarrprovisor Eduard Foltin ( 1952 – 1956) und dem Vorsitzenden Stv. des Kirchenrates  Josef Salmhofer Grafenschachen 63  ein Neubau in Angriff genommen.

Für die damalige Zeit wurde ein moderner Bau mit einem Pfarrsaal u. Nebenräume im Kellergeschoß und  Pfarrkanzlei,Wirtschaftsräume und Wohnräume für den Pfarrer im Obergeschoß errichtet.

Am Christkönigs-Sonntag des Jahres 1955 wurde der neu erbaute Pfarrhof von Herrn Dechant Franz Kugler aus Pinkafeld eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

 

Renovierungen  gab es noch 1971, 1989/1990 .

 

2003 wurde das baufällige Wirtschaftsgebäude abgerissen und ein Zubau mit Küche, Abstellräume und Garage errichtet.

Der Eingangsbereich zum Pfarrhof und der gesamte Kirchenvorplatz wurde neu gestaltet .

Am 15.5.2004 im Zuge der Bischöfl.Visitation wurde der Zubau und der neu gestaltete Kirchenplatz durch unseren Diözesan Bischof Dr. Paul Iby gesegnet.

 

2005 wurden die Büroräume adaptiert und 2009 die ehemaligen Wohnräume zu einem Sitzungsraum mit Büro und Archivraum ausgebaut.

 

Der Pfarrhof heute

Obergeschoss: Büro, Wohnzimmer-Besprechungsraum, Sitzungsraum mit Büro für die Verwaltung, Archiv, Küche, Bad u.WC

Untergeschoss: Pfarrheim, Küche, Kellerabteil, Spielraum, WC

Nebengebäude: Garage, Abstellraum, WC, Eingangsbereich

 

Marterl und Kreuze in Grafenschachen

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